Sonntag, 25 Oktober 2020

Der «Schwanenflüsterer» von Stein am Rhein

 

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uf. Dass es Pferdeflüsterer gibt, ist hinlänglich bekannt. Dass es auch einen Schwanenflüsterer gibt, erfuhren wir auf unserer Mai-Wanderung.

Für die Maiwanderung der Seniorenwandergruppe Hittnau lässt  sich Astrid Keller etwas Besonderes einfallen. Anreise nach Stein am Rhein mit der Bahn, von dort nach Diessenhofen wandern, mit dem Schiff zurück nach Stein am Rhein und mit  Bahn und Postauto wieder nach Hittnau.

Begegnung mit dem "Schwanenflüsterer"

Das Wetter ist an diesem 6. Mai 2014 für eine Wanderung ideal. Nach Ankunft in Stein am Rhein genehmigen wir uns Kafi und Gipfeli. Wir stärken uns für die bevorstehenden 12 Kilometer Wanderung. Kurz vor der Rheinbrücke ins Städtchen biegen wir auf die «ViaRhenana» ein, den Rheinwanderweg von Kreuzlingen nach Basel. Wir passieren die idyllische Probstei Wagenhausen. Auf dem Weitermarsch begegnen wir einem Mann, der am Rheinufer unterhalb der Böschung auf einem Kiesplatz steht. Ein Schwan schwimmt zu ihm heran, hebt sich aus dem Wasser und watschelt zum Mann. Er bleibt stehen, bewegt den Kopf Richtung Hand des Mannes. Dieser streichelt Kopf und Hals des Schwanes, klopft ihm aufs Gefieder. Der Schwan stupst den Mann. Der greift in die Tasche und holt etwas zum Naschen hervor. Nach einiger Zeit verabschieden sie sich. Der Schwan trollt zum Wasser zurück und schwimmt majestätisch mit erhobenen Flügeln davon. Der Mann erklimmt lächelnd die Böschung. Wir Wanderer schütteln nur die Köpfe. «Kaum zu glauben, was wir da gesehen haben», sagen wir ungläubig und marschieren weiter. «Dieser Schwan ist extrem aggressiv», erklärt mir der Mann. «Näher als drei Meter müsste ich mich ihm ja nicht nähern. Er würde mich angreifen». «Ob dies der einzige Schwan sei, der zu ihm komme», frage ich ihn. «Nein, viele Schwäne kommen zu mir. Wenn ich am Ufer spaziere, begleiten sie mich oft schwimmend».

"Lämpe" in der Badi 

«Problematisch wurde es mal in der Badi. Als die Schwäne mich auf der Liegewiese entdeckten, stiegen sie an Land und watschelten zu mir hin. Mit dem Bademeister und den Badegästen hatte ich danach «gröbere Lämpen». Die Mütter reklamierten wegen «unhygienischer» Zustände für ihre «Kinderlein». Die grösste Überraschung habe er erlebt, als eine Schwanenmutter mit ihren fünf kleinen Schwänchen ihn am Ufer besuchte. Sie liess zu, dass er eines der Schwanenkücken aufhob und streichelte. Für uns war diese Begegnung mit dem «Schwanenflüsterer» ein ausserordentliches Erlebnis. Nach rund 3 Stunden Marsch kommt die Gruppe in Diessenhofen an. Gemütlich und bequem reisen wir mit dem Rheinschiff MS Munot die 12 Kilometer nach Stein am Rhein zurück. Nach einer Stunde legt das Schiff am Steg an. Es bleibt uns noch etwas Zeit, um im malerischen Städtchen zu flanieren und einzukehren. Anschliessend reisen wir glücklich und zufrieden ins Oberland zurück.

 

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